Bereits in den 1920er Jahren war das Strandbad Rangsdorf ein beliebtes Ausflugsziel – mit Ausschank, Tischen und Stühlen, Umkleidekabinen und einer Riesen-Rutsche. 1930 eröffnete das Strand-Kasino – eine Glashalle, die 1896 zur Gewerbeausstellung in Berlin-Treptow errichtet worden war, danach als Bierhalle in Berlin gedient hatte. Die Gemeinde Rangsdorf kaufte den „Glaspalast“ 1929 für 3.000 Mark und baute ihn am Seebad Rangsdorf auf.

In den 1930er Jahren – nach grundlegendem Umbau – besaß das Seebad-Casino eine Seeterrasse mit 1.000 Plätzen, einen Festsaal für 1.200 Personen.
Nach 1945 wechselte das Seebad-Casino mehrmals die Besitzer und Betreiber und wurde nach der Verstaatlichung in der DDR zur HO- bzw. Konsum-Gaststätte.
1991 erfolgte die Rückgabe an die Gemeinde, die es zunächst verpachtete, dann verkaufte. 1997 musste das Seebad-Casino schließen, fiel im Sommer 1998 einer Brandstiftung zum Opfer und wurde Ende 1998 abgerissen.

Am 3. August 2000 fand die Eröffnung des neuen Hauses statt: Hotel Seebad-Casino. Zum 1. April 2015 übernahm die renommierte Hotelgruppe „Dr. Lohbeck Privathotels“ das Seebad Casino, das seitdem als Seehotel Berlin-Rangsdorf geführt wird.